LANDWIRTSCHAFT
Die Ernährung so vieler Menschen wäre ohne das reiche Nahrungsmittelangebot, das die Agrarrevolution des 18. Jahrhunderts hervorbrachte, unmöglich gewesen. Auch diese Revolution hatte sich, wie ihr industrielles Gegenstück, aus dem Zusammenwirken vieler Veränderungen ergeben. Eine der wichtigsten stellte die schrittweise Abkehr von der „Dreifelderwirtschaft" dar, ein Anbauverfahren, bei dem ein Drittel des Bodens abwechselnd jedes Jahr brachlag. Diesen Zyklus ersetzte man durch einen intensivierten Anbau, die sogenannte „Fruchtwechselfolge" (Weizen, Steckrüben, Hafer, Klee), die das gesamte Ackerland nutzte, ohne es zu erschöpfen.
Einer der „reformwilligen Grundbesitzer', Jethro Tull, erlangte Berühmtheit als Erfinder einerspeziellen Sämaschine, die das traditionelle Ausstreuen des Samens ablöste. Das Streben nach Leistungs- und Profitsteigerung führte nach 1760 zu einer verstärkten Einhegung von Gemeindeland, die tiefgreifende soziale Folgen nach sich zog.

Die Reihensämaschine, eine Erfindung von Jethro Tull, gehörte zu den wirksamsten landwirtschaftlichen Maschinen des 18. Jhs.